TRA wird durch AMIS Smart Meter Lastschaltung abgelöst

TRA

Mit herkömmlicher Technologie wurden die „unterbrechbaren Lasten“, also die Verbraucher mit den günstigeren Netztarifen, wie z.B. die Warmwasserbereitung, die Nachtspeicher-Heizung und die Wärmepumpe durch den Netzbetreiber mittels Tonfrequenzrundsteuer-Anlagen (TRA) geschaltet.

Angesteuert wurden diese mittels Tonfrequenzrundsteuer- Einspeisewandlern (TRE), die die betreffenden Signale in den Umspannwerken (UW) auf der 30kV bzw. in Städten auf der 10kV Seite eingespeiste und über die Mittelspannungstrafos auf dem Niederspannungs-netz auf den beiden Frequenzen 167 Hz und 175 Hz zu den TRA in den Verteilern der einzelnen Haushalte übertrug.

Einspeisewandler

TRE Einspeisewandler im UW Vorchdorf

Mit der neuen AMIS Smartmeter Technologie erfolgt die Steuerung der „unterbrechbaren Lasten“ nunmehr über die PLC (power line communication) für die AMIS Stromzähler, womit eine herkömmlichen TRE in den UW nicht mehr benötigt wird. Einerseits muss damit bei neuen UW keine TRE mehr errichtet werden und andererseits kann die TRE in den UW, in dessen Gebieten der AMIS Roll-Out bereits abgeschlossen ist, demontiert und als Ersatz für die noch benötigten TRE verwendet werden.

Neben den damit entstehenden Kosteneinsparungen bringt die neue Smart Metering bzw. Smart Grid Technologie aber auch wesentliche, technische Vorteile:

  • die AMIS Lastschaltgeräte schalten auf Basis der internen Schaltprogramme selbständig, die Schaltprogramme können bei Bedarf von der Ferne geändert werden
  • Bei Störungen im Starkstromnetz werden die Spannungsausfallszeiten mitprotokolliert und eine entsprechende Nachladung veranlasst
  • Im Störfall ist durch Remotezugriff auf die LSG die Ermittlung der Fehlerursache von der Ferne möglich