Datenspeicherung in AMIS Stromzählern

Die Messung und Speicherung von Messdaten durch ein intelligentes Messgerät unterliegt wie jede andere Datenanwendung den Rechtsvorschriften des Datenschutzgesetzes 2000 (DSG 2000). Dieses regelt den Schutz personenbezogener Daten (all jene Angaben über Betroffene, deren Identität bestimmt oder bestimmbar ist) und die Zulässigkeit der Verwendung dieser Daten. Diese ist an bestimmte Grundsätze geknüpft, besonders an die rechtmäßige Verwendung und den rechtmäßigen Zweck der Ermittlung.

Gemäß § 84 Abs 1 ElWOG 2010 muss zumindest einmal täglich ein Verbrauchswert sowie sämtliche Viertelstundenwerte im intelligenten Messgerät erfasst und zur Verfügbarkeit für den Kunden für 60 Kalendertage im intelligenten Messgerät zu Zwecken der Verrechnung, Kundeninformation (§ 81a ElWOG 2010), Energieeffizienz, der Energiestatistik und der Aufrechterhaltung eines sicheren und effizienten Netzbetriebes gespeichert werden.

Gemäß dieser Vorgaben werden bei allen AMIS Smart Metern grundsätzlich 15 Minutenzählerstände aufgezeichnet und für 60 Kalendertage gespeichert, mit einer einzigen Ausnahme, nämlich Opt-Out. Wird einem Kunden Opt-Out gewährt, so wird der betreffende AMIS Smart Meter als „digitaler Standardzähler“ parametriert, d.h., es werden keine 15 Minutenzählerstände aufgezeichnet und gespeichert.

Beim Smart Metering werden bei Kunden mit bestehenden Mehrtarifen (z.B. Doppeltarif, Tag-/Nacht) AMIS Zähler mit den dafür benötigten Tarifregistern eingesetzt. Bei Kunden mit neuen Mehrtarifen werden Tarifregister nicht mehr verwendet, es wird ausschließlich über die 15 Minutenzählerstände abgerechnet.

Zusätzlich zu den für die Abrechnung benötigten Daten werden bei AMIS Smartmetern im Zähler wichtige Betriebsdaten gespeichert:

  • sämtliche Umparametrierungen im „eichtechnischen Logbuch“
  • Netzzustände wie z.B. Phasenausfall sowie sämtliche Fernzugriffe auf den Zähler, wie z.B. jede Fernablesung, in getrennten Logbüchern