AMIS Smart Meter Einführungsplan der Netz OÖ

Die gesetzliche Verpflichtung zur Einführung von Smart Metering ist in Österreich mit der intelligente Messgeräte- Einführungsverordnung , Fassung vom 11.12.2014 vorgegeben. Danach hat jeder Netzbetreiber

  • bis Ende 2015 einen Projektplan über die stufenweise Einführung von intelligenten Messgeräten samt Angabe eines Zielerreichungspfades vorzulegen,
  • bis Ende 2017 mindestens 70 vH und,
  • im Rahmen der technischen Machbarkeit, bis Ende 2019 mindestens 95 vH

der an sein Netz angeschlossenen Zählpunkte als intelligente Messgeräte (§ 7 Abs. 1 Z 31 ElWOG 2010) gemäß den Vorgaben der Verordnung der E-Control, mit der die Anforderungen an intelligente Messgeräte bestimmt werden (Intelligente Messgeräte-Anforderungs VO 2011), auszustatten, …

Um diese Ziele zu erreichen, wurde bei Energie AG der Smartmeter Flächen-Roll-Out im Oktober 2014 gestartet. Derzeit befinden sich bereits mehr als 275.000 AMIS Endgeräte in Kundenanlagen in Betrieb, davon ca. 50.000 AMIS Lastschaltgeräte, die zur Steuerung der „unterbrechbaren Tarife“ eingesetzt werden. Energie AG hat damit bereits ca. 36% aller Stromzähler auf Smart Meter umgestellt. Zu erwähnen ist dabei, dass noch nicht alle Zähler an die Zentrale angebunden sind, weil die dafür erforderlichen Datenkonzentratoren in den Tr.St. erst nach und nach installiert werden.

Die Roll-Out Karte (ersichtlich auch unter www.netzgmbh.at) zeigt den aktuellen Stand des AMIS Smart Meter Roll-Out sowie die weitere Ausbauplanung im Gebiet der Netz OÖ. Der Roll-Out der nächsten beiden Jahre ist bereits mit jeweils ca. 100.000 AMIS Endgeräten konkret geplant (hell- und dunkelblaue Gebiete der Karte), der weitere Ausbau – voraussichtlich in den Jahren 2018 und 2019 – wird terminlich so geplant, dass die weiteren Ziele der IME-VO eingehalten werden.

Mit diesem Einführungsplan werden die gesetzlichen Vorgaben eingehalten – genauso wichtig ist jedoch, dass damit unsere Kunden die Vorteile des AMIS Smart Metering ehestmöglich nutzen können:

  • Energieverbrauch und Stromkosten werden transparent und unterstützen Stromsparen
  • die Rechnungslegung wird verbessert, besserer Service wird möglich
  • neue Produkte (Stromtarife) und Services können angeboten werden und
  • die Netze werden intelligent (smart grids), unterstützen die Einspeisung dezentraler, erneuerbarer Energie und damit die Energiewende