Ablauf der AMIS Smart Meter Montage

Der Einführungszeitraum von Smart Metering ist in Österreich in der IME-VO (intelligente Messgeräte- Einführungsverordnung von 2012) des BMWFJ vorgegeben. Bis Ende 2017 müssen demnach mindestens 70% aller Zähler auf Smart Meter umgerüstet sein und im Rahmen der technischen Machbarkeit, bis Ende 2019 mindestens 95%.

Nach den Marktregeln wird der Smart Meter Roll-Out vom Netzbetreiber nach technischen und organisatorischen Gesichtspunkten festgelegt. Die detaillierte Planung umfasst dabei den Aufbau und die Einrichtung von dezentralen Lagern für den Roll-Out im jeweiligen Netzgebiet, von dem aus die Neugeräte ausgegeben und die Retourgeräte übernommen, geprüft und dokumentiert werden. Nach Erzeugung der Montageaufträge in den betreffenden Kundenanlagen müssen die dafür benötigten Gerätetypen zeitnahe beschafft und die Kunden über den bevorstehenden Einbau informiert werden.

Der Kunde erhält vom Netzbetreiber zeitnah einen Brief über die geplanten Maßnahmen, in dem ein Zeitfenster für die Installation genannt wird. Ist der Kunde nicht zu Hause und der Zähler frei zugänglich (z.B. in einem gemeinsamen Zählerraum), erfolgt der Tausch in Abwesenheit des Kunden. Ist der Zähler nicht zugänglich, wird der Kunde ersucht mit dem Netzbetreiber hinsichtlich Terminkoordinierung Kontakt aufzunehmen.

Der neue elektronische Stromzähler wird am Platz des alten Strommessgeräts installiert. Bei jedem Zählerwechsel werden die Zählerstände des abmontierten und des aufmontierten Zählers in der Anlage hinterlegt. Damit kann der Kunde seinen Energieverbrauch und seine Stromkosten auch nach erfolgtem Gerätewechsel  lückenlos nachvollziehen. Der Tausch dauert üblicherweise nur wenige Minuten, im Normalfall fallen weder Staub noch sonstige Verschmutzungen an. Weitere Umbauten sind in der Regel nicht notwendig.

Leider werden im Zuge des Wechsels im Messverteiler immer wieder sicherheitstechnische Mängel festgestellt. Einfach zu behebende Mängel werden vom Netzbetreiber im Rahmen der Montage sofort behoben, handelt es sich aber um umfangreichere Mängel, so wird der Kunde schriftlich über den Mangel informiert. Ebenso wird er darüber informiert, dass er einen befähigten Errichter (z.B. Elektroinstallationsunternehmen) beauftragen muss, diesen Mangel zu beheben. Für Energie AG ist es sehr wichtig, den Smart Meter Roll-Out auch dazu zu nutzen, die Anlagensicherheit zu erhöhen.